Wissenswertes


Erde/Substrate

Chilipflanzen benötigen, wie auch andere Pflanzen Sauerstoff an ihren Wurzeln. Zudem hat es das Wurzelwerk nicht gerne lange zu feucht. Sorgt man also nicht gegen zu starke Verdichtung und damit für eine gute Luftdurchlässigkeit des Substrates, wirkt sich das rasch schlecht auf das Immunsystem der Pflanze aus. Das Pflanzsubstrat trocknet zu langsam und vorallem Fehler im Gießverhalten führen so sehr schnell zu Problemen.

 

Mischt man bis zu 10-15% Agrarperlite (nicht zu verwechseln mit dem behandelten Dämmmaterial) zum Pflanzsubstrat hat man eine ideale Verdichtung, eine gute Luftdurchlässigkeit und wird mit gesunden Wurzeln wie auch kräftigen Pflanzen belohnt. Agrarperlite sehen zwar aus wie Styroporkügelchen, es handelt sich dabei allerdings um ein Naturprodukt das bedenkenlos zum Anbau von Nutzpflanzen verwendet werden kann. Vorsicht ist bei einem höheren Anteil von Perliten als 10-15% als Zusatz zur Pflanzenerde geboten, da dadurch die natürliche Pufferwirkung der Erde (stabiler Ph-Wert) reduziert wird. Vor allem wenn Gießzusätze verwendet werden, die den PH-Wert deutlich anheben oder senken, kann das zu Problemen bei der Nährstoffversorgung der Pflanzen führen. Ein zu hoher PH-Wert verhindert z.B. das Magnesium nicht mehr aus dem Substrat (über die Wurzeln) aufgenommen werden kann.

 

Ein weiterer Substratzusatz sind Vermiculite. Auch dieser Zusatz ist vulkanischen Ursprungs und hat, zusätzlich zu den bei den Perliten genannten Vorteilen, noch die positive Eigenschaften übermäßige Nährstoffe und Spurenelemente zu speichern und später wieder an die Erde abzugeben (Ionenaustausch).

 

Ein sehr nützliches Substrat das eigentlich kein Zusatz ist, sondern eher in die Sparte Hydromedium fällt, ist Talpasubstrat. Wir verwenden Talpaplugs als Anzuchtmedium, da es sich um ein 100% biologisch abbaubares Hydrosubstrat handelt. Durch die feste, aber sehr poröse Konsistenz fördern diese Plugs die Sauerstoffversorgung der Wurzeln, was zu einem hervorragenden Wurzelwachstum führt (siehe Bilder).


TöPFE

Damit Wurzeln sich entwickeln können benötigen sie außer gutem Substrat (siehe oben) genug Platz. Kleine Töpfe führen zu einer zu hohen Wurzeldichte und einer schlechten Entwicklung der Pflanze. Zu große Töpfe erschweren das Abtrocknen des Substrates, wodurch schon bei kleinen Gießfehlern die Wurzeln übermäßiger Feuchtigkeit ausgesetzt werden, was bei Chilipflanzen grundsätzlich zu vermeiden ist. Zwei bis drei Umtopfvorgänge, bis die Pflanze in ihren Endtopf kommt, erleichtern daher die Aufzucht ungemein. Nebenbei können gute Töpfe natürlich mehrere Saisonen verwendet werden.